• die Besten aus 220 Tarifen
  • 98% Kundenzufriedenheit
  • Persönliche Beratung
Jetzt vergleichen! Dauert nur 12 Sek.
9. Januar 2017

Zahnschema: Aufbau, Bezeichnung, Form und Funktion der ZĂ€hne

Zahnschmema

Zahnnummern und Quadranten der Fédération Dentaire Internationale (FDI)

Die Entwicklung des heute nahezu international angewandten Zahnschemas hat die Dentalmedizin dem deutschen Hochschullehrer Joachim Viohl zu verdanken. Es wurde 1970 durch den ZahnĂ€rzteweltverband (FDI) in Bukarest mit absoluter Mehrheit angenommen und ersetzt alle vorangegangenen Zahnschemen. Inzwischen findet es seine Anwendung von der Befunderstellung bis zur forensischen Rechtsmedizin und hat sich so als einheitliches Kommunikationsmittel zwischen Ärzten, Krankenkassen, Zahntechnikern und Versicherungen fest etabliert.

Mit einer privaten Zahnzusatz­versicherung abgesichert!
Bitte auswÀhlen:

Einteilung des Zahnschemas

Der Ober- und Unterkiefer des menschlichen Gebisses werden jeweils in zwei Abschnitte unterteilt, so dass sich das Zahnschema in vier Abschnitten oder Quadranten prĂ€sentiert. Alle 32 ZĂ€hne werden abschnittsweise mit zwei Ziffern durchnummeriert, wobei die jeweils linke Ziffer die Leitzahl des Quadranten bezeichnet, gefolgt von den Zahlen 1 bis 8 der Zahnfolge. Begonnen wird im rechten Oberkiefer, ihm folgt der linke Oberkiefer, anschließend der Unterkiefer links und schließlich Unterkiefer rechts.
Jeder Quadrant besteht aus zwei SchneidezÀhnen, einem Eckzahn, zwei PrÀmolaren bzw. BackenzÀhnen und drei MahlzÀhnen, den Molaren.

Darstellung der Zahnnummern pro Quadrant

Beginnend mit dem rechten Oberkiefer trÀgt der erste Quadrant die Leitzahl 1. Alle acht ZÀhne dieses Abschnittes werden daher von 11 bis 18 nummeriert.

Zahn 11: rechter mittlerer Schneidezahn
Zahn 12: rechter seitlicher Schneidezahn
Zahn 13: rechter Eckzahn
Zahn 14: rechter vorderer Backenzahn, auch PrÀmolar genannt
Zahn 15: rechter hinterer Backenzahn
Zahn 16: rechter vorderer Mahlzahn oder Molar
Zahn 17: rechter mittlerer Mahlzahn
Zahn 18: der dritte rechte Molar ist der Weisheitszahn.

Diese Nummerierung wird analog fortgefĂŒhrt mit dem linken Oberkiefer und der Quadrant Leitzahl 2 sowie den ZĂ€hnen 21 bis 28. Diese Reihenfolge wiederholt sich im linken Unterkiefer mit der Leitzahl 3 und den ZĂ€hnen 31 bis 38 sowie abschließend im rechten Unterkiefer mit der Quadranten Leitzahl 4 und den ZĂ€hnen 41 bis 48.

Nun werden Sie verstehen, warum ZahnĂ€rzte bei Untersuchungen stets diese Bezeichnungen verwenden, die sich anschließend bedingungslos in allen nachfolgenden Dokumentationen wiederfinden werden.

Zahnschema: Form und Funktion der ZĂ€hne

Als erste Station des Verdauungswegs ist die Hauptaufgabe unserer ZĂ€hne die Zerkleinerung der Nahrung. Dabei ĂŒbernehmen unterschiedliche ZĂ€hne unterschiedliche Aufgaben. Man unterscheidet zwischen SchneidezĂ€hnen, EckzĂ€hnen, BackenzĂ€hnen und WeisheitszĂ€hnen im menschlichen Zahnschema. Jeder dieser ZĂ€hne erfĂŒllt durch ihre besondere Form einen anderen Zweck.

Das menschliche Zahnschema besitzt acht SchneidezĂ€hne, wovon sich vier im Ober- und vier im Unterkiefer befinden. Die lateinische AbkĂŒrzung „Incisivi“, zu Deutsch „einschneiden“ bezeichnet die ZĂ€hne, die zum Abbeißen der Nahrung benutz werden. Mit den SchneidezĂ€hnen als besonders kraftvolles und relativ scharfes Schneidewerkzeug zerkleinern wir unsere Nahrung in mundgerechte StĂŒcke.

Die kegelförmigen EckzĂ€hne sitzen, wie ihr Name schon verraten lĂ€sst, neben den SchneidezĂ€hnen und bilden die Ecken des menschlichen Zahnschemas. Jeder Mensch hat zwei EckzĂ€hne im Ober- und zwei im Unterkiefer. Ihren Namen haben diese durch den deutlichen Knick des Zahns. Funktion der scharfen EckzĂ€hne ist das Halten und Zerreißen der Nahrung. Durch den Einsatz von Werkzeugen zum Schneiden der Nahrung wurde diesen ĂŒberflĂŒssig, wodurch sich die EckzĂ€hne im Laufe der Zeit langsam zurĂŒckgebildet haben.

Hinter den EckzĂ€hnen sitzen die BackenzĂ€hne (PrĂ€molaren). Jeder Mensch hat 16 BackenzĂ€hne, wovon die vorderen beiden ĂŒber zwei Kauspitzen zum Vorkauen der Nahrung, und die hinteren beiden BackenzĂ€hne mit vier Kauspitzen zum Zermahlen der Nahrung vorgesehen sind. Durch die breite KauflĂ€che der BackenzĂ€hne halten diese große KrĂ€fte aus und schĂŒtzen die vorderen ZĂ€hne vor einer zu starken Überbelastung.

Die hintersten ZĂ€hne im Zahnschema sind die WeisheitszĂ€hne. Im lateinischen bezeichnet die Dens sapiens, Dens serotinus die „spĂ€t kommenden“ ZĂ€hne im hinteren Teil des Gebisses des Menschen. Jeder Gebissquadrant des Zahnschemas trĂ€gt einen Weisheitszahn. Heute als Relikte vergangener Zeiten dienten die WeisheitszĂ€hne frĂŒher als UnterstĂŒtzung der BackenzĂ€hne und Mahlwerkzeug zum Zerkauen der Nahrung. Durch verĂ€nderte Essgewohnheiten verkĂŒmmerten diese ĂŒber die Jahrtausende und sind heute unangenehme NachzĂŒgler, die durch operative Eingriffe entfernt werden mĂŒssen. Das liegt vor allem daran, dass sich das Gebiss ĂŒber die Jahrtausende verkleinert hat und keinen Platz mehr fĂŒr die verspĂ€teten BackenzĂ€hne bereithĂ€lt. Dadurch werden diese meist vor dem vollstĂ€ndigen Rauswachsen entfernt, um Fehlstellungen der bereits vorhandenen ZĂ€hne im Zahnschema zu vermeiden.

Frank Sander

Frank Sander ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der testsiegertarife Service GmbH. Seine langjĂ€hrige Erfahrung bietet ihm fundiertes Wissen ĂŒber die Welt der Tarife fĂŒr Zahnzusatzversicherungen. Seine Expertise gibt er in diesem Blog gerne an Sie weiter.

Was können wir fĂŒr Sie tun?