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25. März 2019

Zahnarztkosten: Mit welchen Kosten f√ľr eine Zahnbehandlung ist zu rechnen?

Zahnarztkosten

Die Zahnarztkosten k√∂nnen f√ľr eine Zahnbehandlung k√∂nnen ganz unterschiedlich ausfallen. Versicherte k√∂nnen sich beim Zahnarzt zwischen verschiedenen Behandlungen entscheiden. Manche Behandlungen sind teurer als andere, bringen jedoch einen √§sthetischen Mehrwert. Jedoch: Die gesetzlichen Krankenkassen √ľbernehmen grunds√§tzlich nur die Kosten medizinisch notwendiger Behandlungen in einfacher Ausf√ľhrung und mit preiswertem Material. Gesetzlich Versicherte m√ľssen einige Kassenleistungen vorab schriftlich beantragen. Andere darf der Zahnarzt ohne Nachfrage abrechnen. Doch welche konkreten Zahnarztkosten fallen f√ľr eine Behandlung an?

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Diese Zahnarztkosten kommen auf Sie zu

Die Zahnarztkosten variieren je nach Behandlung und Zahnarzt. Als Patient sollten Sie vor Behandlungen √ľber 500 Euro Kosten einen Kostenvoranschlag beim Zahnarzt (Heil- und Kostenplan) einholen. So wissen Sie genau, welche Kosten entstehen und wie hoch Ihr Eigenanteil ist. Zudem k√∂nnen Sie mit dem Kostenvoranschlag beim Zahnarzt auch vergleichen und so eine fundierte Entscheidung treffen. Dennoch m√∂chten wir Ihnen einen gewissen √úberblick √ľber die √ľblichen Kosten beim Zahnarzt geben und zudem informieren, welche Anteile von gesetzlichen Krankenkassen √ľbernommen wird.

Zahnvorsorge

Die gesetzlichen Krankenkassen √ľbernehmen bei Erwachsenen jeweils eine zahn√§rztliche Kontrolluntersuchungen pro Jahr. Die Krankenkasse √ľbernimmt dar√ľber hinaus j√§hrlich eine Zahnsteinentfernung, also die Entfernung weicher und harter Zahnbel√§ge. Sie d√ľrfen zudem alle zwei Jahre eine Fr√ľherkennung von Parodontitis durchf√ľhren lassen.

Haben Sie ein Kind zwischen dem 6. und 18 Lebensjahr, √ľbernehmen die Kassen zwei zahn√§rztliche Kontrolluntersuchungen pro Jahr. Auch eine kariesprophylaktische Versiegelung von Fissuren an den bleibenden Backenz√§hnen zahlt die Krankenkasse. Bei Kindern zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensjahr d√ľrfen Sie insgesamt drei zahn√§rztliche Untersuchungen zur Fr√ľherkennung durchf√ľhren.

Professionelle Zahnreinigung

Die Kosten einer professionellen Zahnreinigung variieren zwischen 80 und 150 Euro. Es wird pro Zahn abgerechnet. Hier gilt der Grundsatz: Je behandlungsbed√ľrftiger die Z√§hne, desto l√§nger dauert die Behandlung. Der Preis einer professionellen Zahnreinigung steigt mit der Behandlungsdauer. Unser Leitartikel zu diesem Thema informiert ausf√ľhrlich √ľber die Kosten einer professionellen Zahnreinigung. Die besten Zahnzusatzversicherungen, die Sie in unserem Vergleich finden, √ľbernehmen die Leistungen f√ľr professionelle Zahnreinigungen!

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Zahnf√ľllungen

Patienten haben bei Zahnf√ľllungen die Wahl: Es gibt Amalgam- und Komposit-F√ľllungen, also F√ľllungen mit Quecksilberanteil oder solche aus zahnfarbendem Kunststoff. Lesen Sie alles √ľber die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen F√ľllungen in unserem Artikel ‚ÄěKompositf√ľllung oder Amalgam ‚Äď Unterschiede und Vorteile‚Äú.

Die Krankenkassen erstatten Kompositf√ľllungen im Frontzahnbereich, doch im Seitenzahnbereich nur im Falle einer Amalgam-Allergie. Sollte sich ein Patient f√ľr eine Kunststoff-F√ľllung entscheiden, f√§llt lediglich die Differenz zwischen der kostenlosen Grundleistung (Wert ca. 45 Euro) und der Kunststoff-Leistung an.

Kosten:

Amalgam: Die Krankenkasse √ľbernimmt die Kosten (aktuell ca. 45 Euro)
Zement: Die Krankenkasse √ľbernimmt die Kosten
Kunststofff√ľllung: 100 bis 150 Euro
Zahngold: 400 bis 800 Euro
Keramik: 400 bis 900 Euro

Wurzelbehandlung

Die gesetzlichen Krankenkassen √ľbernehmen die Kosten einer Wurzelbehandlung unter bestimmten Voraussetzungen. Es kommt darauf an, ob der Zahn erhaltungsw√ľrdig ist oder nicht. Der Zahnarzt pr√ľft, ob er die Wurzelkan√§le reinigen und f√ľllen kann. Handelt es sich um Backenz√§hne, sollte eine geschlossene Zahnreihe erhalten werden k√∂nnen. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, √ľbernimmt die Krankenkasse nur die Entfernung des Zahns.

Kosten:

Eine Wurzelbehandlung ist mitunter zeitintensiv. Die Zahnarztkosten der Behandlung betragen 200 bis 1.500 Euro Рje nach Komplexität (Anzahl der Wurzelkanäle) und Verfahren. Der Patient erhält im Regelfall einen Kostenvorschlag vom Zahnarzt. Hier listet der Zahnarzt auf, wie hoch der voraussichtliche Eigenanteil ist.

Parodontitis

Die Krankenkassen √ľbernehmen die Kosten einer Parodontitis-Behandlung, sofern die Zahntaschentiefe gr√∂√üer als 3 mm ist. Oft sind zus√§tzlich vorherige Behandlungsschritte wie eine professionelle Zahnreinigung oder eine Laboruntersuchung notwendig, die die Krankenkasse nur selten zahlt. Entscheidet sich der Patient f√ľr eine Plasma- oder Lastertherapie, muss er die Zahnarztkosten selbst tragen. Die Kosten einer Laser- und Plasmatherapie liegen bei ca. 15 Euro pro Zahn bzw. ca. 400 Euro f√ľr das gesamte Gebiss.

Zahnfehlstellungen

Wenn bei einem Kind eine Zahnfehlstellung vorliegt, pr√ľft der Kieferorthop√§de die Schwere der Fehlstellung. Die Krankenkassen √ľbernehmen die Kosten ab dem Schweregrad KIG 3 (kieferorthop√§dische Indikationsgruppe). Hierzu geh√∂rt die Kosten√ľbernahme einer festen Spange mit Edelstahl-Brackets oder einer herausnehmbaren Spange aus Kunststoff. Die Kosten der Behandlung von Kieferfehlstellungen bei Erwachsenen werden nur infolge schwerer Unf√§lle oder schwerer Erkrankungen √ľbernommen. Bei Kindern zahlen die Eltern 20 Prozent der Kosten beim Zahnarztselbst, erhalten diese aber nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung ersetzt. Befinden sich zwei oder mehr Kinder in einer kieferorthop√§dischen Behandlung, m√ľssen die Eltern lediglich 10 Prozent der Kosten beim Zahnarzt vorschie√üen.

Kosten:

Kleine Korrekturen: ca. 500 Euro
Festsitzende Zahnspange: ca. 1.500 Euro
Kiefergelenkdefekt: ca. 6.000 Euro

Zahnersatz

Beim Zahnersatz gelten f√ľr die √úbernahme der Zahnarztkosten besondere Regelungen. Die Krankenkassen zahlen dem Versicherten einen so genannten befundbezogenen Festzuschuss. F√ľr jeden Befund ist eine Standardtherapie (Regelversorgung) vorgesehen. Hiervon √ľbernimmt die Krankenkasse immer die H√§lfte der Kosten beim Zahnarzt. Regelversorgung bedeutet: Einfache Ausf√ľhrung und preiswertes Material. Patienten haben dann die Wahl, sich f√ľr die Regelversorgung (z. B. unverblendete Br√ľcke), eine gleichartige Versorgung (z. B. Br√ľcke mit Keramikverblendung) oder eine andersartige Versorgung (z. B. Implantat) zu entscheiden.

Eigenanteil nach Erhalt des Festzuschusses (ohne Zahnzusatzversicherung) f√ľr ausgew√§hlte Beispiele:

Zahnbr√ľcke: 500 bis 1.200 Euro
Implantat pro Zahn: 2.100 bis 3.500 Euro
Vollprothese pro Kiefer: 500 bis 850 Euro

Die besten Tarife in unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich √ľbernehmen Zahnarzt Kosten f√ľr Implantate inklusive Knochenaufbau. Lesen Sie noch weitere Informationen zu den Kosten von Implantaten in unserem dazugeh√∂rigen Artikel.

Veneers

Veneers sind so genannte Verblendschalen aus Keramik, die eine wesentliche Verbesserung der √Ąsthetik bewirken. W√ľnscht sich ein Patient eine Behandlung mit Veneers, muss er die Kosten allerdings selbst tragen. Alles rund um die Veneers und die Kosten erfahren Sie ausf√ľhrlich im Artikel ‚ÄěWas kosten Veneers?‚Äú.

Zahnkrone

Die medizinische Versorgung eines z. B. abgebrochenen Zahns durch eine Zahnkrone z√§hlt zum Zahnersatz. Die Krankenkassen gew√§hren hier einen Festzuschuss. Den Rest der Behandlung muss der Patient selbst zahlen ‚Äď vorausgesetzt er verf√ľgt nicht √ľber eine Zahnzusatzversicherung!

Eigenanteil nach Erhalt des Festzuschusses:

Vollkeramik-Krone: 700 bis 1.000 Euro
Teilkeramik-Krone: 400 bis 600 Euro
Goldkrone: 500 bis 700 Euro
Vollgusskrone: 250 bis 400 Euro

Zahnarztkosten im Griff: eine Zahnzusatzversicherung hilft dabei!

Eins ist nun klar: Die H√∂he der Kosten beim Zahnarzt ist abh√§ngig von der Problematik und der Art der Behandlung. In jedem Falle sollte man sich immer einen Kostenvoranschlag vom Zahnarzt geben lassen, damit die H√∂he des Eigenanteils transparent ist. Einige notwendige Behandlungen k√∂nnen schnell sehr teuer und f√ľr manch einen auch zum gro√üen, finanziellen Problem werden. Gute Zahnzusatzversicherungen √ľbernehmen einen Gro√üteil der anfallenden Zahnarztkosten, sodass der Eigenanteil wesentlich geringer ist oder sogar ganz entf√§llt! Nutzen Sie unseren ausgefeilten Zahnzusatzversicherung Vergleich, um den f√ľr Sie passenden Tarif zu ermitteln!

Frank Sander

Frank Sander ist Gesch√§ftsf√ľhrer der testsiegertarife Service GmbH. Seine langj√§hrige Erfahrung bietet ihm fundiertes Wissen √ľber die Welt der Tarife f√ľr Zahnzusatzversicherungen. Seine Expertise gibt er in diesem Blog gerne an Sie weiter.

Kommentare
  1. Thomas Bogner sagt:

    Hallo,
    ich nehme an dass es sich bei dem genannten Eigenanteil jeweils um die Differnenz zwischen dem von der Krankenkasse erstattungsf√§higen Festzuschuss und den kosten f√ľr die Regelversorgung handelt.
    Um welchen Betrag liegen denn dann die Kosten h√∂her wenn ich eine h√∂herwertige Versorgung w√ľnsche?

    Gruß,
    Thomas Bogner

    1. Frank Sander sagt:

      Sehr geehrter Herr Bogner,

      danke f√ľr Ihre Frage. Sie haben Recht: zun√§chst handelt es sich beim Eigenanteil um die Differenz zwischen den Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung und der Regelversorgung. Je nach F√ľhrung Ihres Bonusheftes sind das 25, 30, oder 40 Prozent. Oder anders herum – Sie bekommen 75, 70 oder 60 Prozent von Ihrer Krankenkasse und der Rest ist Ihr Eigenanteil.

      Jetzt kommt jedoch ein ABER. Die Regelversorung ist befundbezogen. Nehmen wir an Ihr Befund w√ľrde z.B. „Zahnbegrenzte L√ľcke mit einem fehlenden Zahn“ sein (Ihnen fehlt also ein Zahn). Dann bekommen Sie bei 60% rund 460‚ā¨ f√ľr eine etwaige Br√ľckenkonstruktion zzgl. rund 200‚ā¨ f√ľr die Verblendungen. Ihr Zahnarzt berechnet f√ľr diese Br√ľckenkonstruktion rund 1.100‚ā¨ soda√ü sich Ihr Eigenanteil auf rund 440‚ā¨ bel√§uft. Entscheiden Sie sich nun f√ľr eine h√∂herwertige Versorgung – sagen wir eine vollkeramische Br√ľcke – bleibt es bei der Erstattung Ihrer Krankenkasse, da der Befund noch der gleiche ist. Hingegen erh√∂ht sich Ihr Eigenanteil um die Mehrkosten dieser h√∂herwertigen Versorgung. Je nach Wohnort k√∂nnen daf√ľr durchaus 1.300 bis 1.600‚ā¨ Gesamtaufwand entstehen. Ihr Eigenanteil betr√§gt dann im Beispiel zwischen 660 und 960‚ā¨. Entscheiden Sie sich f√ľr ein Implantat, kann der Unterschied im Eigenanteil durchaus zwischen 1.000 und 2.000‚ā¨ liegen. Bedenken Sie – in der Betrachtung geht es um einen fehlenden Zahn.

      Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Wenngleich die Betrachtung stark vereinfacht ist.
      In diesem Sinn, viele Gr√ľ√üe und einen sch√∂nen Tag w√ľnscht

      Frank Sander

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