Risikolebensversicherung

Risiko­lebens­ver­si­che­rung – sinnvolle Vorsorge für Familie und Vermögen

Risikolebensversicherung – ein oft weit unterschätztes Risiko ist die Hinterbliebenenversorgung. Weniger für Singles. Eher für Paare. In jedem Fall für alle Familien mit Kindern. Die „große Witwen-/Witwerrente“ aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, beträgt 55% der vollen Erwerbsminderungsrente (siehe bitte jährliche Information der Deutschen Rentenversicherung). Beachte: Vor Steuern und Kranken­ver­si­che­rungsbeiträgen! Das gilt für alle Eheleute, die nach dem 31.12.2001 geheiratet haben oder ab 01.01.1962 geboren wurden. FINANZTEST Heft 06/2015 hat Angebote von 40 Lebensversicherern, die der deutschen Versicherungsaufsicht unterliegen, untersucht. Sorgen Sie bitte vor. Wichtig ist der rechtzeitige Abschluss – solange man gesund ist. Handeln Sie jetzt.

Risiko­lebens­ver­si­che­rung

Schutz der Familie

Mit dem Tod setzt sich wohl niemand gern auseinander. Wer andere zu versorgen hat (Kinder, Partner, Angehörige), sollte die möglichen finanziellen Folgen bedenken.

Die Risiko-Lebensversicherung zahlt im Todesfall unabhängig von der Laufzeit und der Höhe der eingezahlten Beiträge die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus.

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Die Risiko­lebens­ver­si­che­rung

Große wirtschaftliche Schwierigkeiten drohen, wenn der Ernährer einer jungen Familie ausfällt. Die gesetzlichen Rentenansprüche auch in der Hinterbliebenenversorgung sind gering, wenn der Verstorbene noch keine langen Versicherungszeiten zurückgelegt oder bisher nur wenig eingezahlt hat.

Witwen- und Waisenrenten reichen selten aus, um die Familie nach dem Tod eines Elternteils zu versorgen. Besonders wenn Sie ein hohes Darlehen – etwa zur Baufinanzierung – aufnehmen, sollten Sie eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung abschließen. Im Ernstfall können Ihre Angehörigen dieses Darlehen dann mit der Versicherungsleistung der Risiko­lebens­ver­si­che­rung tilgen.

Wer braucht eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung?

Wenn der Hauptverdiener einer Familie verstirbt, ist das für die Hinterbliebenen nicht nur eine persönliche Katastrophe, sondern oft auch ein finanzielles Desaster – etwa, weil Kredite fällig werden, die bei der Familiengründung aufgenommen wurden. Zumindest vor dem finanziellen Ruin kann eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung schützen.

Risikolebensversicherung – unverzichtbar für junge Häuslebauer

Besonders wichtig ist die Risiko­lebens­ver­si­che­rung für junge Familien mit einem oder mehreren Kindern, die ein Haus gebaut oder gekauft haben und deshalb über kaum finanzielle Reserven verfügen. Erzielen beide Ehepartner Einkommen, kann auch eine verbundene Risiko­lebens­ver­si­che­rung sinnvoll sein – sie zahlt beim Tod eines Partners dem Hinterbliebenen die volle Versicherungssumme. Gegenüber zwei separaten Policen sparen Sie auf diese Weise etwa zehn Prozent.

Darlehensabsicherung durch Restschuldversicherung

Eine spezielle Form der Risiko­lebens­ver­si­che­rung ist die Restschuldversicherung. Durch sie lässt sich genau die Summe absichern, die der Darlehensnehmer im Falle seines Todes noch schuldig ist. Dadurch ist gewährleistet, dass die Restschuld von den Hinterbliebenen im schlimmsten aller Fälle beglichen werden kann.

Was leistet die Risiko­lebens­ver­si­che­rung?

Anders als eine Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung zahlt die Risiko­lebens­ver­si­che­rung nur, wenn der Versicherungsnehmer während der Laufzeit stirbt. Aus diesem Grund sind Risiko­lebens­ver­si­che­rungen auch um ein Mehrfaches günstiger, als Policen mit Kapitalansammlung. Schon mit der ersten Beitragszahlung haben Sie Gewissheit, dass Ihre Familie im schlimmsten Fall gut abgesichert ist.

Preisvergleich ist besonders wichtig

Die Leistungen sind bei den verschiedenen Anbietern nahezu identisch – wenn der Versicherte stirbt, erhalten die Angehörigen den Betrag, der bei Vertragsschluss vereinbart worden ist. Endet der Vertrag zur Lebenszeit des Versicherten, werden keine Leistungen fällig.

Wegen der weitgehend gleichen Leistungen raten Experten deshalb, bei der Risiko­lebens­ver­si­che­rung besonders auf einen günstigen Preis zu achten. Als dreißigjähriger Nichtraucher bekommen Sie für einen Jahresbeitrag von weniger als 120 Euro bereits einen Risikoschutz über 150.000 Euro, die im Todesfall an Ihre Angehörigen ausgezahlt wird.

Warum verlangt der Versicherer eine medizinische Prüfung?

Mit der Unterzeichnung des Versicherungsantrags räumen Sie dem Versicherer in der Regel das Recht ein, die von Ihnen angegebenen Daten zum Gesundheitszustand beim Hausarzt oder anderen behandelnden Medizinern zu prüfen.

Wenn Sie zahlreiche oder schwere Vorerkrankungen mitbringen, verlangt der Versicherer unter Umständen einen Risikozuschlag auf den Beitrag oder lehnt den Antrag sogar ganz ab. Der Grund: das besondere Todesfallrisiko von Menschen mit schwereren Vorerkrankungen soll nicht auf die Gemeinschaft aller beim Unternehmen Versicherten abgewälzt werden.

Gesundheitsangaben werden geprüft und bewertet

Antragsteller, Versicherer und gegebenenfalls der Vermittler der Risokolebensversicherung erhalten jeweils eine Ausfertigung des Versicherungsantrags. Die Angaben zum Gesundheitszustand werden von einem Mediziner des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens bewertet.

Wenn keine Auffälligkeiten vorliegen, wird der Versicherungsschein ausgestellt und dem Antragsteller zugeschickt. Mit der Zustellung der Police kommt der Lebensversicherungsschutz dann rechtlich zustande.

Die Risikolebensversicherung auf verbundene Leben

Einige Versicherungsgesellschaften bieten nicht nur Kapital-, sondern auch die Risiko­lebens­ver­si­che­rung auf verbundene Leben an. Eine Lebensversicherung auf verbundene Leben versichert zwei oder mehr Per­sonen in einem einzigen Vertrag. Stirbt einer der Versicherten, wird die Todesfallleistung an den oder die Überlebenden ausgezahlt.

Dies kann vor allem für Eheleute sinnvoll sein – aber auch für Geschäftspartner, die ein gemeinsames Unternehmen betreiben, damit gemeinsam eingegangene finanzielle Verpflichtungen nach dem Tod des Partners getilgt werden können, ohne dass der Verbleibende in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Die Umwandlung in eine Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung

Die meisten Lebensversicherer gewähren ihren Kunden das Recht, eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung innerhalb der ersten zehn Jahre nach Abschluss in eine Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung umzuwandeln. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist bei der Umstellung in der Regel nicht notwendig.

Wer zusätzlich finanziell für sein Alter vorsorgen möchte, kann von diesem Umtauschrecht Gebrauch machen. Nach Ende des Vertrages gibt es dann außerdem Geld – die vertragliche Ablaufzahlung inklusive Garantieverzinsung und zusätzlicher Überschussbeteiligung.

Mit der Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung erreichen Sie deshalb gleich zwei Vorsorgeziele – Risikoschutz für Ihre Familie und eine gute Rendite für Ihr Gespartes. Vorausgesetzt, das Zinsumfeld stimmt.

Risiko­lebens­ver­si­che­rung – die Formen

Eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung schützt Sie vor den Gefahren des Lebens oder des Lebensunterhaltes, auch biometrische Gefahren und Risiken genannt. Dazu gehören unter anderem das Todesfallrisiko und das „Langlebigkeitsrisiko“, da niemand einschätzen kann, welches Alter er erreichen wird. Der Zweck einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung ist also die Vorsorge für die Hinterbliebenen. Verstirbt die versicherte Person, erhalten die Hinterbliebenen einen zuvor festgelegten Kapitalbetrag, bei vernünftiger Vertragsgestaltung sogar steuerfrei, ausbezahlt. Erleben Sie den Ablauf des Vertrages, werden keine Leistungen fällig. Es wird auch kein Kapital z.B. für die Alters­vorsorge gebildet.

Verschiedene Formen der Risiko­lebens­ver­si­che­rung

Eine besondere Form der Risiko­lebens­ver­si­che­rung ist die Restschuldversicherung. Sie deckt z.B. bei einem Kauf auf Raten genau die Summe ab, die der Käufer zum Zeitpunkt seines Todes noch schuldig ist. Auf diese Weise ist die Rückzahlung der Restschuld durch die Hinterbliebenen garantiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Risiko­lebens­ver­si­che­rung mit konstanter oder während der Laufzeit fallender Versicherungssumme. Die Variante mit fallender Summe kann linear oder annuitisch (an einen Darlehensverlauf angepasst) fallen. Sie eignet sich besonders zur Absicherung von Baufinanzierungen. Zur Absicherung der Familie eignet sich eher eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung mit konstanter Summe. Bewährt haben sich Konzepte mit Kombinationen aus beiden Varianten.

Auch gibt es die Möglichkeit der gegenseitigen Risikolebensversicherung über „zwei verbundene Leben“ in einem Vertrag. Festzustellen bleibt, dass das finanzielle Risiko für Hinterbliebene weithin unterschätzt und die vorhandene Versorgungsdecke oft zu dünn ist. Organisieren Sie die private Absicherung Ihrer Angehörigen.

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