Rentenversicherung

Rentenversicherung?  Vorher Rentenberechnung!

Rentenversicherung – im Zuge des demographischen Wandels unserer Bevölkerungsstruktur – weniger Bürger zahlen ein, mehr Bürger empfangen Leistungen – wird das Rentenniveau langfristig sinken müssen. Es gab einige Tests zu fondsgebundenen Rentenversicherungen, Riester-Verträgen und weiteren. Gut beraten ist, wer rechtzeitig privat vorsorgt. Die Alters­vorsorge in Deutschland besteht aus drei Schichten. Schicht 1: Basisvorsorge (GRV, Rüruprente). Schicht 2: Kapitalgedeckte Zusatzvorsorge (Riester, bAV). Schicht 3: Nicht staatlich geförderte Alters­vorsorge (z.B. alle Sparpläne ohne Förderung, private Lebens- und Rentenversicherung).Meinungen und Empfehlungen gibt es viele. Doch wieviel investiere ich überhaupt? In welche Schicht? In welche Gesellschaft?

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Die Flexible Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung hat den großen Vorteil, dass die Rente lebenslang gezahlt wird, auch, wenn das Kapital rechnerisch schon verbraucht ist. Hierfür wird die durchschnittliche Lebenserwartung zugrunde gelegt. Stirbt der Versicherte kurz nach Renteneintritt, werden die Rentenzahlungen normalerweise eingestellt.

Dies kann vermieden werden, wenn eine sogenannte Rentengarantiezeit von z.B. 5, 10 oder 15 Jahren vereinbart wird. Dann würde die Versicherung im Todesfall die Rente an die Erben weiterzahlen.

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Die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung ist eine eigenverantwortliche Alters­vorsorge, mit der Sie Ihre persönliche Vorsorgelücke schließen können. Mit einer privaten Rentenversicherung sichern Sie sich den Anspruch auf eine lebenslange garantierte Rente – ganz gleich, welches Alter Sie erreichen.

Der Staat allein kann diese Sicherheit nicht mehr garantieren, denn den Einzahlern ins gesetzliche Rentensystem stehen von Jahr zu Jahr mehr Rentenempfänger gegenüber. Gesetzliche Renten und Beamtenpensionen müssen deshalb in den kommenden Jahren immer weiter gesenkt werden. Das bedeutet für Sie mehr persönliche Verantwortung bei der finanziellen Lebensplanung, aber auch mehr Möglichkeiten, Ihre Alters­vorsorge nach den eigenen Plänen und Wünschen zu gestalten.

Zwischen welchen Varianten kann ich wählen?

Als Kunde haben Sie die Wahl, wie Sie Ihren Versicherungsschutz im Einzelnen gestalten wollen. Entscheiden Sie sich zwischen einer aufgeschobenen Rentenversicherung, einer Sofortrente oder einer Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht.

Aufgeschoben, sofort oder mit Kapitalwahlrecht

In eine aufgeschobene Rentenversicherung zahlen Sie während Ihres aktiven Arbeitslebens regelmäßig monatliche Beiträge ein, dafür erhalten Sie im Ruhestand lebenslang die vertraglich vereinbarte Rente plus Überschussbeteiligung.

Die Sofortrente ist vor allem für Best-Ager ab 60 attraktiv: Sie zahlen einmalig einen größeren Geldbetrag ein, die regelmäßige Rente startet dann unmittelbar.

Bei der Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht haben Sie bei Eintritt in den Ruhestand die freie Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und einer einmaligen hohen Kapitalabfindung.

Welche Vorteile bietet die private Rentenversicherung?

Anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Beiträge der Versicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen, werden Ihre Beiträge zur privaten Rentenversicherung für Sie persönlich angesammelt und später zuzüglich einer garantierten Verzinsung lebenslang an Sie ausgezahlt.

Ein Zukunftsrisiko, wie das der gesetzlichen Rente, besteht also bei der privaten Rentenversicherung nicht.

Flexibler als Riester- oder Rürup-Produkte

Beim Abschluss einer privaten Rentenpolice wird im Gegensatz zur Lebensversicherung keine Gesundheitsprüfung verlangt. Durch die Möglichkeit des Kapitalwahlrechts ist die private Rente flexibler als Rentenprodukte nach dem Riester- oder Rürup-Modell: Bei Eintritt in den Ruhestand haben Sie die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und der Auszahlung des angesparten Kapitals in einer Summe.

Die private Rentenversicherung bietet außerdem die Möglichkeit, im selben Vertrag zusätzlichen Risikoschutz wie beispielsweise eine Berufs­unfähig­keitsversicherung, einen Unfallschutz oder eine Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Ist die private Rentenversicherung für mich geeignet?

Eine private Rentenversicherung eignet sich nahezu für jeden. Die aufgeschobene Variante ist vor allem auf Menschen jüngeren oder mittleren Alters zugeschnitten, die regelmäßig und über einen längeren Zeitraum bei gleichzeitig günstigen Beiträgen für ihr Alter vorsorgen wollen.

Kann man einen größeren Geldbetrag – etwa aus einer Lebensversicherung, einer Bankanlage oder einer Erbschaft – in die eigene Vorsorge investieren, kommt die aufgeschobene Rente gegen Einmalbeitrag oder – je nach Lebensalter – auch eine Sofortrente in Betracht.

Wer im Ruhestand flexibel bleiben will, weil er beispielsweise plant, im sonnigen Süden einen Alterssitz zu erwerben, kann sich durch eine Police mit Kapitalwahlrecht auch die Sofortauszahlung der Rente in einem Betrag sichern.

Muss ich meine private Rente versteuern?

Anders als bei der Riester- oder Rürup-Rente lassen sich die Beiträge zu privaten Rentenversicherungen, die nach dem 31. Dezember 2004 geschlossen wurden, steuerlich nicht mehr als Sonderausgaben geltend machen.

Die Beiträge zu Ihrer Privatrente bestreiten Sie also aus Ihrem Nettoeinkommen. Das muss allerdings kein Nachteil sein – denn von den späteren Rentenzahlungen wird dann nur ein geringer Ertragsanteil besteuert. Weil der persönliche Steuersatz im Alter wegen des weggefallenen Arbeitseinkommens meist deutlich niedriger ist, als während der aktiven Berufstätigkeit, ergeben sich häufig sogar steuerliche Vorteile.

Sonderfall Kapitalauszahlung

Wenn Sie eine Privatrente mit Kapitalauszahlung wählen, müssen Sie den Ertrag voll versteuern, sofern die Police nach 2004 abgeschlossen wurde. „Ertrag“ ist der Unterschiedsbetrag zwischen den von Ihnen eingezahlten Beiträgen und der ausgezahlten Versicherungssumme – ähnlich den Zinsen, die Sie mit einer Geldanlage bei der Bank erzielen.

Tipp: Wenn Sie sich Ihr Kapital erst nach Vollendung des 62. Lebensjahrs (bei Abschluss vor dem 01.01.2012 mit 60 Jahren) und nach Ablauf von zwölf Jahren auszahlen lassen, müssen Sie sogar nur die Hälfte des Ertrags versteuern.

Wie finde ich das richtige Rentenprodukt?

Private Rentenversicherung, Riester- oder Rürup-Rente, Lebensversicherung, fondsgebundene Rentenprodukte – die Vielfalt der angebotenen Vorsorgevarianten scheint oft unübersichtlich. Dass private Alters­vorsorge in Eigenregie heute aber zwingend notwendig ist, ist jedem klar.

Auf Nummer Sicher durch gute Beratung

Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihre persönliche Vorsorgelücke privat zu schließen, finden Sie sich einer Vielzahl von Anbietern, Produkten und Tarifen gegenüber.

Die Entscheidung für ein konkretes Angebot sollten Sie nicht vorschnell treffen. Der Online-Abschluss einer Privatvorsorge ist nicht zu empfehlen – das Thema ist komplex, es gilt, die Details zu beachten.

Rentenversicherung sichert nur einen Teil des Bedarfs im Alter

Die Politiker ver­sichern immer wieder, dass die Rente sicher wäre. Jahr für Jahr bekommen Arbeitnehmer einen aktuellen Rentenbescheid. Aus diesem können sie die Anzahl ihrer Rentenpunkte entnehmen, die nach einer recht komplizierten Formel berechnet werden. Jeder der Rentenpunkte entspricht einem Wert, der sich in Ost- und Westdeutschland unterscheidet. Es gilt: Je mehr der Arbeitnehmer verdient und umso mehr Jahre er berufstätig war, desto mehr Rentenpunkte werden gesammelt und die Rente, die von der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird, fällt entsprechend höher aus. In dieser vorläufigen Rentenberechnung wird suggeriert, dass die Rente bis zu dem Jahr, in dem der Arbeitnehmer sein Arbeitsleben beenden darf, kontinuierlich steigt.

Nullrunden

Dies ist jedoch nicht erwiesen, denn Rentner mussten in der Vergangenheit bereits Nullrunden hinnehmen. Zudem ist sicher, dass sich die demographischen Strukturen verändern: Da bereits seit Jahrzehnten weniger Kinder geboren werden, müssen immer weniger junge Menschen die Rentenempfänger versorgen. Es ist zu erwarten, dass das System eines Tages kippt und die staatliche Rente aus der Rentenversicherung lediglich einem Mindestbetrag entspricht. Eine eigene Vorsorge ist deshalb wichtiger den je, und je eher damit begonnen wird, desto besser kann dies einer Altersarmut vorbeugen.

Die gesetzliche Rente orientiert sich an Arbeitsjahren und Verdienst

Jeder Arbeitnehmer, der in einer nichtselbstständigen Tätigkeit beschäftigt ist, zahlt jeden Monat einen von der Regierung festgelegten Satz in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Aus dieser gesetzlichen Rentenversicherung wird er nach dem Erreichen des Rentenalters seine Versorgung beziehen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Betrag, der monatlich aufgebracht werden muss. Bei einem gut verdienenden Arbeitnehmer sind es mehrere hundert Euro, die jeden Monat vom Bruttolohn oder vom Gehalt abgezogen werden. Aus diesen eingezahlten Beträgen werden Entgeltpunkte ermittelt, aus denen sich wiederum die Rentenberechnung erfolgt. Die Zeiten, in denen der Arbeitnehmer seine Beiträge für die Rente zahlt, spielen ebenfalls eine große Rolle.

Wartezeit

Jeder Arbeitnehmer, der einen Anspruch auf eine Rente anmelden möchte, muss eine bestimmte Anzahl an Jahren nachweisen, in denen er während seiner Lebenszeit beschäftigt war. Diese Jahre werden in den Rentenversicherung als Wartezeit bezeichnet. Einen Rentenanspruch erwirbt ein Arbeitnehmer bereits nach 5 Jahren Wartezeit, kann aber in diesem Fall nur in Rente gehen, wenn er das gesetzliche Rentenalter erreicht hat. Ein vorzeitiger Rentenbeginn ist nach einer Wartezeit von 15 Jahren nur für Frauen möglich, die nach Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit vor dem Eintritt des gesetzlichen Rentenalters aus dem Arbeitsleben ausscheiden möchten. Wer 45 Arbeitsjahre nachweisen kann, darf, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen, im Alter von 65 Jahren in Rente gehen. Alle anderen Arbeitnehmer müssen ein Alter von 67 Jahren erreicht haben, wenn Sie 1962 oder später geboren wurden.

Zeiten

Die Zeiten, die auf die Rentenberechnung angewendet werden können, setzen sich zusammen aus den Zeiten, in denen die Ausbildung oder ein Studium absolviert wurde. Frauen, die Kinder geboren haben, können Kindererziehungszeiten geltend machen. Die dafür erworbenen Entgeltpunkte staffeln sich in der Rentenberechnung nach den Geburtsjahren der Kinder. Für vor 1992 geborene Kinder bekommt die Frau Entgeltpunkte, als hätte sie ein Jahr gearbeitet. Kinder, die nach 1992 geboren wurden, bringen der Frau drei Jahre, für die sie Entgeltpunkte bekommt und somit ihren Rentenwert erhöhen kann. Da der Durchschnittsverdienst der Deutschen zu Grunde gelegt wird, hat die Geburt von Kindern in der Rentenberechnung eine Erhöhung der Rente zur Folge.

Verdienst

Was aber wirklich zählt, sind Arbeitsjahre und ein guter Verdienst. Mütter, die nach der Geburt ihrer Kinder mehrere Jahre zu Hause bleiben und danach nur in Teilzeit arbeiten, haben in der Regel nur eine kleine Rente zu erwarten. Aus diesem Grund sollte frühzeitig an die eigene Versorgung gedacht werden. Verdient der Mann gut und bleibt das Paar bis ins Alter zusammen, ist die Frau durch die Rente des Mannes versorgt. Kommt es jedoch zu einer Trennung, muss der Mann im Rahmen des Versorgungsausgleichs zwar in die Rentenkasse der Frau einzahlen. Hierbei handelt es sich in der Regel jedoch nur im kleine Beträge, die den Bedarf der Frau im Alter nicht absichern können. Eine private Vorsorge ist deshalb vor allem für Frauen, die nicht oder nur wenige Jahre gearbeitet haben, unerlässlich.

Beiträge zur Rente werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben

Wie in der Kranken­ver­si­che­rung gibt es auch in der Rentenversicherung eine Beitragsbemessungsgrenze. Diese ist nur für Arbeitnehmer relevant, die sehr gut verdienen. Im Jahr 2012 lag die Beitragsbemessungsgrenze bei 66.000 Euro. Dies bedeutet für die Rentenberechnung, dass Entgeltpunkte nur bis zu dem genannten Verdienst erworben werden. Alles, was darüber liegt, wird nicht berücksichtigt, Arbeitgeber und Arbeitnehmer brauchen dafür aber auch keine Beiträge zu zahlen. Diese werden bei einem Wert von 66.000 Euro eingefroren.

Die Beitragsbemessungsgrenze wird in unregelmäßigen Abständen angepasst. Auch gutverdienende Arbeitnehmer sollten eine private Alters­vorsorge betreiben und Beiträge in eine private Rentenversicherung einzahlen. Aufgrund ihres hohen Verdienstes sind sie in der Regel einen gewissen Lebensstandard gewohnt, den sie im Alter sicher aufrecht erhalten möchten. Mit den Jahren summiert sich der geringere Rentenwert, die Spanne zwischen dem Einkommen und der Rente ist größer, weil ein geringerer Prozentsatz eingezahlt wurde. Diese Lücke sollten auch Gutverdiener rechtzeitig zu schließen beginnen.

Riester zahlt sich vor allem für geringverdienende Arbeitnehmer aus

Eine gute private Vorsorge kann mit Riester betrieben werden. Wird ein derartiger Vertrag frühzeitig abgeschlossen, kommt mit den Jahren ein guter Wert zusammen, der zusätzlich zur staatlichen Rente gezahlt wird. Eine Riesterrente können ausschließlich nichtselbstständige Arbeitnehmer abschließen. Dabei ist es unerheblich, wie viele Stunden sie arbeiten und ob sie dabei nur wenig verdienen. Wenn Beiträge vom Arbeitgeber auf das Rentenkonto eingezahlt werden, kann Riester in Anspruch genommen werden.

Es sind Beiträge in Höhe von 4 Prozent des monatlichen Bruttoverdienstes einzuzahlen, als Mindestbetrag werden 5 Euro im Monat erhoben. Dafür bekommt der Versicherte einmal im Jahr eine staatliche Prämie für sich und für seine Kinder, und zwar so lange, wie die Kinder Kindergeld beziehen. Die Riesterrente ist demnach vor allem für Frauen, die mehrere Kinder geboren haben und nur Teilzeit arbeiten, sehr interessant.

Die Berechnung des Rentenwertes ist sehr komplex

Die Ermittlung des Rentenwertes erscheint vielen Arbeitnehmern sehr komplex gestaltet, und er ist es auch. Im Internet gibt es verschiedene Rechner, die eine sehr gute Hilfe bei der Berechnung des Rentenwertes darstellen. In den Rechner muss der Arbeitnehmer verschiedene Daten eingeben, dann wird ihm die Höhe der Alters­vorsorge, die ihm zusteht, angezeigt. Ein derartiger Rechner zeigt die Lücken in der Alters­vorsorge sehr deutlich auf und sollte regelmäßig benutzt werden, denn auf diese Weise kann sich der Arbeitnehmer einen Überblick darüber verschaffen, wie viel ihn mit Eintritt des Rentenalters erwartet.

Ermittelt er auf diese Weise nur eine geringe Rente, weil das Einkommen während der Arbeitsjahre niedrig ist oder weil nicht viele Arbeitsjahre zusammenkommen, ist eine private Vorsorge unerlässlich. In Verbindung mit dem aktuellen Renteninformationsbescheid kann sich jeder Versicherte einen sehr guten Überblick darüber verschaffen, wie hoch die gesetzliche Altersrente im Monat sein wird. Das Berechnen des Betrages, der fehlt, sollte sich an dem derzeitigen Lebensstandard orientieren und die Lücke sollte so früh wie möglich mit einer privaten Alters­vorsorge geschlossen werden.

Der Rentenrechner berechnet nach der Rentenformel

Den Dschungel der Rentenberechnung zu durchdringen, ist nicht ganz einfach. In Deutschland bekommt ein Arbeitnehmer nur dann eine Rente, wenn er die Wartezeit erfüllt hat. Eine gesetzliche Mindestrente gibt es nicht, Bedürftige können jedoch eine Aufstockung aus den Sozialkassen beantragen.

Soll die monatliche Rentenhöhe exakt ermittelt werden, müssen verschiedene Werte bekannt sein. Der Berechnung werden zugrunde gelegt:

  • die individuell erworbenen Entgeltpunkte
  • der Zugangsfaktor
  • der aktuelle Rentenwert
  • der Rentenartfaktor

Sind die einzelnen Werte bekannt, können diese im Beitragsrechner eingegeben werden und die Rentenhöhe kann recht exakt ermittelt werden. Jüngere Arbeitnehmer sollten jedoch wissen, dass die auf diese Weise ermittelte Rentenhöhe von der tatsächlich gezahlten Rente im Alter abweichen kann. Dies liegt daran, dass aktuell niemand weiß, in welcher Art und Weise die Regierung in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten die gesetzlichen Grundlagen für die gesetzliche Rentenberechnung ändert. Arbeitnehmer, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, können hingegen ein recht genaues Ergebnis vom Rentenrechner erwarten.

Im folgenden sollen die einzelnen Säulen der Rentenberechnung verständlich erklärt werden:

Entgeltpunkte

Ein Entgeltpunkt wird dem Rentenkonto für ein Arbeitsjahr gutgeschrieben. Der Verdienst orientiert sich an dem Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer in Deutschland. Liegt der Verdienst des Arbeitnehmers darunter, gibt es keinen ganzen Entgeltpunkt, sondern beispielsweise nur einen Anteil von 0.75. Bei einem höheren Verdienst kann der erworbene Entgeltpunkt beispielsweise 1,25 betragen.

Zugangsfaktor

Hier werden Zuschläge und Abschläge in die Rentenberechnung eingebracht. Abschläge müssen bei einem vorzeitigen Rentenbeginn in Kauf genommen werden während Zuschläge gewährt werden, wenn der Arbeitnehmer nach dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiterarbeitet. Sind keine Zu- oder Abschläge zu berücksichtigen, beträgt der Zugangsfaktor 1.0

Aktueller Rentenwert

Der aktuelle Rentenwert ändert sich Jahr für Jahr, denn er wird an den Durchschnittsverdienst der Deutschen angepasst. In den alten Bundesländern ist er höher als in den neuen Bundesländern. Dies wird mitunter als ungerecht empfunden, beruht aber auf einer gesetzlichen Festlegung. Ein Entgeltpunkt entspricht dem Wert der monatlichen Rente. Er lag im Jahre 2013 in Westdeutschland bei knapp unter 30 Euro.

Rentenartfaktor

Neben der Altersrente, die mit dem gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalter fällig wird, zahlt die deutsche Rentenversicherung weitere Renten, die im Rentenartfaktor ausgedrückt werden. Alle Renten haben einen Wert, wobei die Altersrente den Faktor 1.0 bekommt. Es gibt zehn verschiedene Rentenartfaktoren, so die Erziehungsrente für Frauen, die Kinder geboren haben. Diese beträgt ebenfalls 1.0. Stirbt ein Elternteil, haben Kinder, die noch nicht wirtschaftlich selbstständig sind, einen Anspruch auf Halbwaisenrente. Diese hat den Rentenartfaktor 0.1. Sind beide Eltern verstorben, gibt es eine Vollwaisenrente mit dem Rentenartfaktor 0.2. Auch Renten wegen Erwerbsminderung sowie Witwenrenten sind mit einem Rentenartfaktor belegt.

Die monatliche Rentenhöhe ergibt sich, wenn alle Werte miteinander multipliziert werden. Diese kann sich bei jungen Arbeitnehmern allein durch den Erwerb von Entgeltpunkten und durch die Veränderung des aktuellen Rentenwertes Jahr für Jahr verändern.