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21. März 2016

Parodontose: Anzeichen & Ursache

Parodontose Parodontitis

Parodontose (medizinisch korrekt Parodontitis) hat die Karies in Deutschland als Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen überholt. Sie ist beinahe zu einer Volkskrankheit geworden. Und: Sie kann eine Reihe schwerwiegender Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

Was ist Parodontose (Parodontitis)?

Die Parodontose (Parodontitis) ist eine chronische bakterielle Infektion des Zahnhalteapparates, die zu irreversiblen Zerstörung desselben führen kann und nur in den seltensten Fällen von Schmerzen begleitet wird. Zahnfleisch und Kieferknochen werden zerstört. Unbehandelt führt diese Entzündungserkrankung zu Zahnverlust. Entzündungserkrankung meint, dass nicht nur der Zahnhalteapparat, sondern der „ganze“ Mensch erkrankt ist. Es bestehen vielfältige Wechselwirkungen zwischen Allgemeinerkrankungen und der Parodontose.

Was ist Parodontose Parodontitis

Was sind die Anzeichen für Parodontose?

Die klassischen Symptome sind Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch, zurück gehendes Zahnfleisch und Mundgeruch. Später, wenn nicht frühzeitig behandelt, Sekretaustritt aus Zahnfleischtaschen beim Zähneputzen und Lockerungen der Zähne. Spürbar werden die Lockerungen unter anderem durch spürbare Änderung der Zahnstellung beim Zusammenbeißen. Der Verlauf der Erkrankung ist meist folgender:

  1. Entstehung von Zahnbelag (Plaque) am Zahn und Zahnfleisch
  2. Infektion
  3. Entzündung des Zahnhalteapparates
  4. Zahntaschenbildung
  5. Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen

Was sind die Ursachen für Parodontose?

Die Parodontitis wird durch Zahnbelag (bakteriellen Plaque) verursacht. Bakterien nisten sich in Zahnzwischenräumen ein und wandern in das Zahnfleisch. Diese Bakterien setzen bestimmte Stoffwechselprodukte frei, die dann eine Immunreaktion des Körpers hervorrufen. Der Körper versucht die Krankheitserreger zu beseitigen, trägt dabei jedoch indirekt auch zur Zerstörung des Bindegewebes und Kieferknochens bei. Es sind noch nicht alle Zusammenhänge des Ablaufs abschließend geklärt.

Begünstigende Faktoren:

  • Unzureichende, schlechte Mundhygiene
  • Einseitige, ballaststoffarme Ernährung
  • Saurer Speichel (pH-Wert)
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Negativer Stress
  • Vererbung, erbliche Faktoren
  • Hormonelle Veränderungen (z.B. in der Schwangerschaft)

Wie kann man Parodontose vorbeugen?

Einfach die Liste der begünstigenden Faktoren durchgehen und handeln:

  • Tägliche Zahnpflege abends mit elektrischer Zahnbürste und ergänzend mit Zahnseide durchführen, morgens mit Handzahnbürste durchführen.
  • Ernährung umstellen. Zuckerkonsum stark reduzieren, Weißmehlprodukte konsequent durch Vollkornprodukte ersetzen, täglich ausreichend Obst und Gemüse zu sich nehmen.
  • Regelmäßige jährliche Kontrolle beim Zahnarzt wahrnehmen.
  • Bei medizinischer Notwendigkeit dabei gleich professionelle Zahnreinigung machen lassen.
  • Mit dem Rauchen aufhören oder dieses zumindest reduzieren.
  • Im Falle von Diabetes sich medikamentös richtig einstellen lassen.
  • Bei negativem Dauerstress Lebensplanung hinterfragen.
  • Übergewicht durch Ernährungsumstellung in Kombination mit Sport abbauen.

Parodontose ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung, die möglichst schnell behandelt werden sollte. Neben dem Auftreten von Zahnverlust kann sich das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Chronische Erkrankung der Atemwege, Osteoporose, Rheuma und Diabetes stark erhöhen. Vorbeugen und im Falle einer Diagnose sofort handeln ist das Gebot der Stunde.

Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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