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31. Mai 2021

Was versteht der Zahnmediziner unter einer Kieferzyste?

Junge brünette Frau in der Zahnarztbehandlung zur Entfernung einer Kieferzyste

Als Kieferzyste wird ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum unterschiedlicher Größe im Kiefer verstanden. Die Füllung der Zyste im Kiefer kann flüssig, breiig oder gasförmig sein. Die meisten Zysten sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Es sei denn, es handelt sich um eine Zyste im Zahnfleisch oder ein so fortgeschrittenes Stadium, dass bereits äußere Schwellungen sichtbar sind.

Da viele Zysten im Kiefer anfangs keinerlei Probleme verursachen, wissen viele Menschen gar nicht, dass sie überhaupt betroffen sind. Der Befund erfolgt zufällig. Trotzdem sollte eine diagnostizierte Zyste nicht unbehandelt bleiben, da sie sonst zu Problemen führen kann.

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Welche Arten von Kieferzysten gibt es?

Der Zahnmediziner unterscheidet verschiedene Arten von Kieferzysten. Je nach Ursache für die Zyste gibt es odontogene oder nicht-odontogene Zysten. Bei odontogenen Zysten liegt die Ursache für die Beschwerden im Zahn. Nicht-odontogene Zysten entwickeln sich meist aus anderem Gewebe.

Odontogene Zysten am Zahn

Radikuläre Zysten: Besonders häufig sind sogenannte Zahnwurzelzysten (radikuläre Zyste). Ursache hierfür ist oft ein bereits abgestorbener Zahn bzw. eine Entzündung an der Zahnwurzelspitze. Eine Zahnwurzelzyste tritt meist im Oberkiefer auf und betrifft Männer häufiger als Frauen.

Follikuläre Zysten: Eine weitere Variante der odontogenen Zyste ist die follikuläre Zyste. Solche Zysten entstehen bei Störungen der Zahnentwicklung. Überdurchschnittlich häufig sind die unteren Weisheitszähne Vor allem wenn die Weisheitszähne noch nicht durchgebrochen sind oder sie sich mitten in diesem Prozess befinden, kann es zu Zysten am Zahn kommen. Entsprechend leiden vor allem Menschen zwischen ihrem 20. und 30. Lebensjahr unter diesen Kieferzysten.

Keratozyste: Eher selten handelt es sich um eine sogenannten Keratozyste, einem gutartigen Tumor. Im Gegensatz zu den anderen Zysten zeichnet sich diese Art durch schnelles Wachstum aus, wodurch gesundes Gewebe verdrängt wird. Die genauen Ursachen sind noch unklar, Probleme in der frühen Zahnentwicklung scheinen aber das Auftreten von Keratozysten zu begünstigen.

Nicht-odontogene Zysten im Kiefer

Bei nicht-odontogenen Zyste liegt die Ursache meist in einer gestörten Kiefer- und Schädelentwicklung. Die Zyste bildet sich aus Geweberesten. Während odontogene Zysten am Zahn auftreten, entwickelt sich diese Zyste eher im Zahnfleisch, am Gaumen oder in Nasennähe.

 

Wie werden Kieferzysten diagnostiziert?

Da die meisten Kieferzysten keine Symptome auslösen, werden sie oft zufällig entdeckt. Weil sie beständig wachsen und mit der Zeit auf den Nerv drücken können und hier ein dumpfes Schmerzgefühl auslösen, sollten sie frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Die beste Prophylaxe für Probleme mit Kieferzysten ist der regelmäßige Besuch bei Vorsorgeuntersuchungen.

Mit einer günstigen Zahnzusatz­versicherung haben Sie zum Beispiel Anspruch auf eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Leichte Schwellungen oder erste Beschwerden können hierbei direkt angesprochen werden und eine mögliche Zyste somit im Anfangsstadium beseitigt werden. Häufig fällt eine Kieferzyste aber erst auf, wenn ein Röntgenbild des Kiefers – wie zur Diagnose eines kariösen Zahns – angefertigt wird.

Behandlung einer Kieferzyste

Sobald der Verdacht auf eine Zyste besteht, wird diese genau lokalisiert. Oft wird eine sogenannte Sensibilitätsprüfung des Zahnes durchgeführt, um zu erkennen, ob der Zahn womöglich abgestorben ist. Unter solchen Zähnen entwickeln sich vermehrt vor allem Zahnwurzelzysten. Die Sensibilität des Zahnes wird über Kälte- oder Stromeinwirkung getestet.

Auch wenn viele Kieferzysten keinerlei Symptome oder Beschwerden hervorrufen, ist eine Entfernung in den meisten Fällen ratsam. Bei einigen Zysten reicht auch eine Öffnung, um Flüssigkeit entweichen zu lassen. In der Regel rät der Mediziner aber zur kompletten Entfernung der Zyste am Zahn. Andernfalls wächst die Zyste immer weiter und verursacht möglicherweise Schmerzen oder verdrängt gesundes Gewebe. Auch die Zahnstellung kann durch eine Zyste beeinträchtigt werden.

Das Entfernen der Kieferzyste findet meist ambulant und unter örtlicher Betäubung statt. Bei dem bewährten Verfahren – der Zystektomie – wird zunächst der Kieferknochen so weit wie nötig eröffnet und die Zyste komplett herausgenommen. Kleinere Hohlräume verknöchern im Anschluss allein, größere Hohlräume müssen mit Knochenersatzmaterial gefüllt werden. Gibt es einen auslösenden Zahn, wird dieser ebenfalls behandelt – zum Beispiel durch die Wurzelspitzenresektion. Bei follikulären Zysten muss ggf. der ursächliche Zahn gezogen werden. Das entnommene Gewebe wird eingeschickt, um zu prüfen, ob es sich um eine Keratozyste handelt. Diese lässt sich meist nicht komplett entfernen und wächst häufig wieder nach.

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