Unfallversicherung

Unfall­ver­si­che­rung sinnvoll?

Unfallversicherung – eigentlich rechnet niemand mit einem Unfall. Möglich aber ist er jederzeit. Die Wahrscheinlichkeit durch einen Unfall schwerbehindert zu werden, liegt statistisch zwar bei „nur“ 2%. Ist man jedoch persönlich betroffen, hilft ein umfassender Unfallschutz, finanzielle Probleme zu vermeiden. Besonders wenn keine Berufs­unfähig­keitsversicherung besteht! Damit ausreichend Geld zur Verfügung steht, müssen Sie hoch genug versichert sein. Räumen Sie mit Ihrem Unfallschutz ordentlich auf und schützen sich mit einer sehr guten privaten Unfall­ver­si­che­rung zu günstigen Beiträgen. FINANZTEST prüfte in der Ausgabe 12/2011 Unfall­ver­si­che­rungen.

Die beste Gesamtnote 1,2 (Sehr gut) bekam Swiss Life „P 350 Primus Plus Premium“ – und hat natürlich auch ihren Preis. Wer eine günstige hervorragende Unfall­ver­si­che­rung sucht, ist mit der Haft­pflichtkasse Darmstadt „P 350 Vollschutz“ (Gesamtnote 1,7; Note für die Bedingungen 1,1!) oder Janitos „P 350 Best Selection“ (Gesamtnote 1,7; Note für die Bedingungen 1,2) ebenfalls bestens beraten.

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Unfall­ver­si­che­rung- Für Nichtberufstätige besonders wichtig

Hat der Versicherte zum Zeitpunkt des Unfalls ein bestimmtes Lebensalter überschritten (meist 65 oder 70 Jahre), leisten viele Versicherer statt der Einmalzahlung eine lebenslange Unfallrente.

Die Unfall­ver­si­che­rung gibt es schon für einen wesentlich geringeren Monatsbeitrag als eine Berufs­unfähig­keitsversicherung. Aus gutem Grund: Sie zahlt nur bei Gesundheitsschäden, die durch einen Unfall verursacht wurden. Doch 90 Prozent aller Fälle von Berufs­unfähig­keit gehen nicht auf Unfälle zurück.

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Gut geschützt mit der privaten Unfall­ver­si­che­rung

Unfälle passieren überall. Häufig werden Betroffene so schwer verletzt, dass sich ihr Leben grundlegend ändert. Wenn Sie dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt sind, können Sie Ihren gewohnten Freizeitaktivitäten und manchmal sogar Ihrem Beruf nicht mehr nachgehen.

Unfallversicherung – der gesetzliche Schutz hilft selten

Über einen möglichen Schicksalsschlag, der die bisherige Lebensplanung in Frage stellt, denkt natürlich niemand gerne nach. Ohne eine private Unfall­ver­si­che­rung sind Sie im Ernstfall allerdings schlecht geschützt, denn der gesetzliche Unfallschutz greift nur, wenn sich der Unfall etwa während der Arbeit oder Schule ereignet. Mehr als 75 Prozent aller Unfälle passieren aber im privaten Bereich.

Die private Unfall­ver­si­che­rung umfasst alle Unfälle des täglichen Lebens, ganz gleich, ob sie zu Hause, auf Reisen, im Beruf, in der Freizeit oder im Straßenverkehr geschehen. Sie gilt rund um die Uhr und überall.

Wer braucht eine private Unfall­ver­si­che­rung?

Die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit. Die gesetzliche Unfall­ver­si­che­rung greift in diesem Fall nicht. Selbstständige und nicht Berufstätige – auch Hausfrauen und Hausmänner – tragen das Risiko, einen Unfall zu erleiden, sogar zu hundert Prozent selbst, denn sie sind auch während ihrer Arbeitszeit nicht gesetzlich unfallversichert.

Nicht Berufstätige können zudem in der Regel keine private Berufs­unfähig­keitsversicherung abschließen. Das Gleiche gilt für ältere Berufstätige, die bereits gesundheitliche Einschränkungen mitbringen. Hier ist die Unfall­ver­si­che­rung die einzige Alternative. Mit nur wenigen Fragen zur Gesundheitsprüfung schützt sie vor den finanziellen Folgen von Unfällen.

Unfallschutz von Geburt an

Übrigens: Auf Leistungen der privaten Unfall­ver­si­che­rung werden Zahlungen anderer Versicherer wie etwa der Haft­pflicht-, Lebens-, Kranken- oder Rentenversicherung nicht angerechnet – die Leistungen der privaten Unfall­ver­si­che­rung werden immer zusätzlich erbracht.

Und: Eine private Unfall­ver­si­che­rung können Sie für Ihre Kinder schon von Geburt an abschließen. Damit besteht für alle Altersgruppen die Möglichkeit, sich vor den finanziellen Folgen eines Unfalls abzusichern.

Was leistet die Unfall­ver­si­che­rung?

Einmalzahlung und Unfallrente

Die private Unfall­ver­si­che­rung schützt vor den oft existenzbedrohenden finanziellen Folgen eines schweren Unfalls. Kernstück der Unfall­ver­si­che­rung ist die Invaliditätsleistung: Bleiben als Folge eines Unfalls gesundheitliche Einschränkungen zurück, erhalten Sie die vereinbarte Kapitalsumme.

Damit können Sie Einkommenseinbußen auffangen, Ihr Haus oder Ihre Wohnung behindertengerecht umbauen oder eine Umschulung zum notwendigen Berufswechsel finanzieren. Meist wird auch eine monatliche Rente für den Fall bleibender Gesundheitsschäden vereinbart. Die Höhe dieser Leistungen richtet sich nach dem Grad der Invalidität.

Tagegeld, Genesungssgeld, Todesfallleistung

Vor allem, wenn Sie beruflich selbstständig sind, ist ein Unfall oft mit Einkommensausfall verbunden. Als Selbstständiger sollten Sie im Rahmen Ihrer Unfall­ver­si­che­rung deshalb ein Krankentagegeld vereinbaren. Das Tagegeld wird für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bis zu einem Jahr nach dem Unfall gezahlt.

Auch ein Genesungsgeld für die erste Zeit nach der Behandlung kann vereinbart werden. Das Genesungsgeld gibt es solange, wie Krankenhaustagegeld gezahlt wird; insgesamt maximal hundert Tage. Führt der Unfall innerhalb eines Jahres zum Tod, besteht Anspruch auf die versicherte Todesfallsumme, die Hinterbliebenen werden so wenigstens finanziell entlastet.

Wie hoch soll die Versicherungssumme sein?

Natürlich sollten Sie Ihren Versicherungsbedarf an Ihrer individuellen privaten und beruflichen Situation ausrichten. Nach einer gebräuchlichen Faustformel für die Berechnung der Versicherungssumme in der privaten Unfall­ver­si­che­rung, sollten Sie aber mindestens das Dreifache Ihres Jahreseinkommens ver­sichern.

Damit die Leistungen Ihrer Unfall­ver­si­che­rung mit den stetig steigenden Lebenshaltungskosten Schritt halten, kann die Versicherung auch „dynamisch“ gestaltet werden. In diesem Fall werden Versicherungssummen und Beiträge regelmäßig um einen festen Prozentsatz oder auch entsprechend der Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst.

Mehr Leistung bei schweren Unfallfolgen

Viele Versicherer bieten so genannte Mehrleistungsmodelle an. Bei höherem Invaliditätsgrad wird dann mehr gezahlt, als dem tatsächlichen Invaliditätsgrad entspricht. Beispielsweise bekommen Sie bei einer unfallbedingten Invalidität von 80 Prozent je nach Vereinbarung 200 bis 300 Prozent der vollen Invaliditätsleistung.

Den Mehrleistungsmodellen liegt der Gedanke zugrunde, dass bei höheren Invaliditätsgraden der Finanzbedarf des Betroffenen besonders hoch ist.

Die häufigsten Unfälle

Etwa neun Millionen Menschen kommen in Deutschland jährlich bei Unfällen zu Schaden, eine Million so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Rund 24 Prozent der Unfälle ereignen sich bei der Arbeit, 30 Prozent im Haus, 23 Prozent bei Sport und Spiel und 18 Prozent im Verkehr.

Typische „Heimunfälle“ sind der Sturz von der Leiter, die Verletzung bei der Gartenarbeit oder einfach ein Sturz auf der Treppe. Verletzungen bei Wohnungsbränden sind ebenfalls nicht selten.

Vorsicht Sportunfälle

Auch Sportunfälle sind häufig. Immer neue Trendsportarten sind gerade wegen der Gefahr und des Nervenkitzels beliebt. Besonders oft von Sportunfällen betroffen sind Einsteiger, die ihre Kraft und Kondition überschätzen.

Vor allem jüngere, agile Menschen sind wegen ihrer vielfältigen Freizeitaktivitäten besonders gefährdet – für sie bedeutet eine Verletzung, vielleicht sogar mit bleibendem Schaden, einen hohen Verlust an Lebensqualität. Bei den unter 30-Jährigen sind Unfälle zudem die Hauptursache für Berufs­unfähig­keit.

Private Unfall­ver­si­che­rung und Berufs­unfähig­keitsverssicherung

Neben der Unfall­ver­si­che­rung schützt auch eine private Berufs­unfähig­keitsversicherung vor den finanziellen Folgen bleibender körperlicher Schäden.

Unterschiedliche Leistungen

Beide Versicherungen decken aber unterschiedliche Risiken ab: Die private Unfall­ver­si­che­rung greift schon bei sehr niedrigem Invaliditätsgrad. Sie hilft, die Folgekosten des Unfalls zu tragen und entschädigt für die mit der Invalidität verbundenen finanziellen Verluste.

Nur etwa zehn Prozent aller Fälle dauernder Berufs­unfähig­keit sind allerdings auf Unfälle zurückzuführen. Die Berufs­unfähig­keitsversicherung zahlt deshalb auch bei andauernden Erkrankungen, die nicht durch einen Unfall verursacht sind – allerdings nur, wenn Sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben. Viele Berufe können aber durchaus noch mit einer bleibenden gesundheitlichen Einschränkung ausgeübt werden.

Weniger strenge Gesundheitsprüfung

Vor Abschluss einer privaten Berufs­unfähig­keitsversicherung wird immer eine umfassende Gesundheitsprüfung notwendig. Wenn Sie bereits Vorerkrankungen mitbringen oder in einem Beruf mit hohem Gesundheitsrisiko arbeiten, müssen Sie in der Berufs­unfähig­keitsversicherung mit überdurchschnittlichen Beiträgen oder gar einer Ablehnung durch den Versicherer rechnen.

Vor Abschluss einer Unfall­ver­si­che­rung wird dagegen kein oder nur ein weniger strenger Gesundheitscheck erforderlich.

Unfall­ver­si­che­rung 5 Insider – Tipps

Bei uns bekommen Sie nur die besten getesteten Tarife. Das erleichtert Ihnen schon einmal die Auswahl der Gesellschaft enorm. Setzen Sie bei der Zusammenstellung der Leistungen unbedingt Prioritäten. Was sollte in Ihrem Vertrag enthalten sein? Wie sollten die Leistungen bemessen sein?

1. Unfallinvalidität

Faustregel zur Höhe der Invaliditätsgrundsumme bei 500% Progression: Mindestens das 3,5fache Ihres Jahresnettoeinkommens. Ergänzend kann eine Unfallrente mit eingeschlossen werden, die lebenslang hilft, die laufenden Kosten zu decken.

2. Unfalltod

Faustregel zur Höhe der Todesfallsumme : Mindestens ein Jahresnettoeinkommen. Die Todesfallsumme kann nämlich bei voraussichtlicher Invalidität als Vorschuss vor Ablauf der meist 12monatigen Wartefrist abgerufen werden und so Einkommenseinbußen ausgleichen. Diese beiden Bausteine sind die wichtigsten Bestandteile einer sehr guten Unfall­ver­si­che­rung. Alle weiteren Details finden Sie im Unfallvergleichsrechner.

3. Faustregel zur Absicherung Ihrer Kinder

In der Unfallversicherung für Kinder ist eine Invaliditätsgrundsumme bei 500% Progression 100.000 Euro und eine Todesfallsumme von 10.000 Euro sinnvoll. Darüber hinaus eine Krankenhauszusatz- und Pflegeergänzungspolice. Im Fall von Vollinvalidität muss die Versorgung über viele Jahre sicher gestellt sein.

4. Tagegeld / Krankenhaustagegeld

Schließen Sie bitte eine separate Krankentagegeldversicherung ab, die sowohl bei Unfall als auch bei Krankheit leistet. Das macht mehr Sinn, als diesen Part in die Unfallversicherung zu packen.

5. Verzichten Sie…

…auf beitragspflichtige Sonderleistungen, die Ihren Vertrag nur verteuern.

Unfall – verändert das Leben verändert

Vorsehen statt Nachsehen. Rund neun Millionen Menschen kommen pro Jahr in Deutschland bei Unfällen zu Schaden, eine Million so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein Unfall kann ein dramatischer Einschnitt im Leben sein. Häufig werden die Betroffenen so schwer verletzt, dass sich vorübergehend oder sogar auf Dauer ihr Leben grundlegend ändert: Ihre körperlichen Fähigkeiten bleiben dauerhaft eingeschränkt. Sie können ihren Beruf nicht mehr ausüben und ihren gewohnten Freizeitaktivitäten nicht mehr nachgehen. Die private Unfall­ver­si­che­rung kann die Auswirkungen eines solchen Unfalles ausgleichen, etwa die teilweise empfindlichen Einkommenseinbußen, aber auch den Verlust an Lebensqualität. Ihre finanziellen Leistungen bilden häufig auch das Startkapital für eine neue Existenz.

Mehr Unfälle in der Freizeit

Leistungen aus der gesetzlichen Unfall­ver­si­che­rung können Sie statistisch gesehen in den wenigsten Fällen erwarten, denn die Mehrzahl der Unfälle geschehen außerhalb Ihres Arbeitsplatzes in der Freizeit und hier greift die gesetzliche Absicherung nicht. Selbstständige und nicht Berufstätige, auch Hausfrauen oder -männer, tragen das mit einem Unfall verbundene Risiko sogar zu 100 Prozent selbst. Sie sind gar nicht gesetzlich unfallversichert. Nicht Berufstätige können in der Regel auch keine Berufs­unfähig­keitsversicherung abschließen. Das trifft übrigens auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen oft auch für ältere Berufstätige zu. Die Unfall­ver­si­che­rung ist hier die einzige Alternative: Mit nur wenigen Fragen zur Gesundheitsprüfung – oft ist gar kein Gesundheits-Check notwendig – schützt sie Sie vor den finanziellen Folgen von Unfällen. Und das rund um die Uhr und weltweit.

Unfallversicherung – Definition des Unfalls

Wann Sie nach einem Unfall Leistungen aus Ihrer Unfall­ver­si­che­rung erwarten können, ist in den Allgemeinen Unfall­ver­si­che­rungs-Bedingungen (AUB) klar definiert. Demnach liegt ein Unfall vor, wenn Sie durch ein plötzlich von außen auf Ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleiden. Schädigungen durch Umwelteinflüsse oder durch Dauerbelastungen im Sport stellen also keine Unfälle im Sinne der Unfall­ver­si­che­rungs-Bedingungen dar. Schädigungen als Folge grob fahrlässigen Handelns sind dagegen gedeckt.

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