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29. September 2021

Zahnversiegelung: Ablauf, Kostenübernahme & für wen sie sinnvoll ist

Als Zahnversiegelung bezeichnet man die Beschichtung der Zähne mit einem weißen oder transparenten Kunststoff. Meist wird diese Beschichtung auf die bleibenden Backenzähne – die sogenannten Molaren und Prämolaren – aufgetragen. Hier soll sie die Kauflächen, die bei den meisten Menschen nicht glatt und ebenmäßig sind, vor einem Kariesbefall schützen. Eine korrekte Zahnversiegelung stört weder beim Sprechen noch beim Kauen und fällt optisch nicht auf.

Eine Zahnversiegelung ersetzt nicht die regelmäßige, gründliche Reinigung der Zähne, sondern gilt als zusätzliche Schutzmaßnahme vor Karies. Vielmehr schafft sie eine glatte Oberfläche, die sich leichter reinigen lässt.

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Warum ist eine Zahnversiegelung sinnvoll?

Ein Versiegeln der Zähne ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein erhöhtes Kariesrisiko besteht. Auf glatten Oberflächen kann sich der für Karies verantwortliche Zahnbelag nicht so schnell bilden. Gerade die Kauflächen der Backenzähne sind aber bei vielen Menschen nicht ebenmäßig und glatt, sondern von Grübchen, Furchen und Fissuren geprägt.

Diese Stellen können mit einer handelsüblichen Zahnbürste oftmals nicht ausreichend gereinigt werden, da solche Risse bis zu 5 Millimeter tief sein können und oftmals so schmal sind, dass noch nicht einmal eine Borste hineinpasst.

 

Kein Wunder, dass Bakterien in diesen schwer zugänglichen Stellen optimale Bedingungen zum Wachsen finden. Bakterien produzieren Säure, die den Zahnschmelz auf Dauer angreift und zu Karies führen kann.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass Karies in solchen Fissuren nur schwer erkannt werden kann und selbst auf Röntgenbildern nicht immer sofort auffällt. Gerade bei Menschen mit ausgeprägten Fissuren lohnt es sich, diese Stellen frühzeitig vor Karies zu schützen.

Ab welchem Alter ist eine Versiegelung der Zähne möglich?

Im Grunde kann die Kaufläche bleibender Zähne in dem Moment versiegelt werden, sobald sie komplett das Zahnfleisch durchbrochen hat. Die Backenzähne wachsen meist bis zum 11. oder 13. Lebensjahr, Weisheitszähne hingegen brechen meist viel später durch.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen macht die frühzeitige Versiegelung des Zahnes Sinn, denn die ersten bleibenden Zähne habe meist noch sehr tiefe Furchen und somit ein höheres Kariesrisiko. Auch Kinder und Jugendliche mit festen Zahnspangen profitieren von der Versiegelung der Zähne, da die Drähte und Brackets eine gründliche Reinigung erschweren können. Grundsätzlich müssen Zähne aber nicht versiegelt werden. Vor allem wenn Kinder sich sehr gewissenhaft die Zähne putzen und nur wenige Fissuren und Rillen haben, kann auf eine Zahnversiegelung verzichtet werden.

Welche Zähne können versiegelt werden?

Eine Zahnversiegelung ist nur bei absolut gesunden Zähnen möglich. Der Zahn darf keine Karies aufweisen, da sich diese Erkrankung unbemerkt unter der Versiegelung ausbreiten könnte. Auch Zähne mit Füllung kommen für eine Versiegelung nicht in Frage.

Meist werden nur die Kauflächen der bleibenden Backenzähne versiegelt. Gelegentlich können auch andere bleibende Zähne mit Grübchen oder Fissuren versiegelt werden. In Einzelfällen ist sogar die Versieglung von Milchzähnen denkbar, insbesondere wenn andere Zähne bereits von Karies betroffen sind. Ein Versiegeln der Zähne beim Kind soll verhindern, dass die Karies auf weitere Zähne übergreift.

Wie läuft die Zahnversiegelung ab?

Maßgeblich für eine erfolgreiche Versiegelung des Zahnes ist die vorherige, gründliche Reinigung durch einen Zahnarzt oder Dentalhygieniker. Im Anschluss daran wird der Zahn gespült und getrocknet. Damit die Versiegelung möglichst lange an dem Zahn haftet, raut der Zahnarzt die Oberfläche mit einer säurehaltigen Lösung leicht auf. Diese Lösung wird abermals abgespült und der Zahn gut getrocknet. Nun wird die flüssige Zahnversiegelung aufgetragen und mit einem Speziallicht ausgehärtet.

Meist wird zur Versiegelung ein Kunststoff auf Dimethacrylatbasis verwendet. Die Behandlung ist schmerzfrei und dauert zwischen 15 und 30 Minuten.

Wie lange hält die Versiegelung?

Eine hochwertige Zahnversiegelung kann bis zu 10 Jahre halten. Um zu prüfen, ob Nachbesserungen erforderlich sind, sollten die regelmäßigen Kontrollbesuche beim Zahnarzt wahrgenommen werden.

Wer übernimmt die Kosten einer Zahnversiegelung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Zahnversiegelungen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren. Diese Leistung bezieht sich auf die Versiegelung der Backenzähne. Erwachsene müssen die Kosten beim Versiegeln der Zähne meist selbst tragen. Es sei denn, es wurde eine private Zahnzusatz­versicherung abgeschlossen. Je nach Police übernimmt eine solche Versicherung die Kosten der Zahnversiegelung.

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