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15. Februar 2021

Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

Wurzelspitzenresektion: Junger Zahnarzt zeigt Patienten eine Röntgenaufnahme und zeigt auf Zahnwurzel

Die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein chirurgisches Verfahren, mit dem der Zahn erhalten werden kann. Die Wurzelspitze wird bei einer Resektion praktisch gekappt und entzündliches Gewebe abgetragen. Der Wurzelkanal wird anschließend bakteriendicht abgeschlossen, sodass potenzielle Infektionen dauerhaft vorzubeugen. Der Zahnerhalt ist das Ziel einer jeden Wurzelspitzenresektion und unterscheidet sich so von einer Wurzelresektion, bei der die Wurzel komplett entfernt wird. Im Gegensatz zur Wurzelkanalbehandlung erfolgt der Eingriff von außen. Somit handelt es sich um einen größeren Eingriff als bei einer Wurzelkanalbehandlung.

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Wann kommt die Wurzelspitzenresektion zum Einsatz?

Meist geht der WSR am Zahn eine Wurzelkanalbehandlung voraus. Bleibt diese erfolglos oder hat der betroffene Zahn bereits eine Wurzelkanalfüllung, ist die WSR oftmals das letzte Mittel, um Beschwerden zu lindern, ohne den Zahn ziehen zu müssen. Ziel der Behandlung ist das Abtragen der betroffenen Wurzelspitze und des bakteriellen oder entzündeten Gewebes.

In einigen Fällen kommt die geringfügig schmerzhafte Wurzelspitzenresektion auch zum Einsatz, obwohl der Wurzelkanal noch nicht gefüllt ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Wurzelkanal eine sehr große Krümmung aufweist oder die feinen Seitenkanäle nicht behandelt werden können. Weitere Gründe für eine Wurzelspitzenresektion können dauerhafte Entzündungen, der Verdacht auf Zysten oder abgebrochene Wurzelkanalinstrumente sein. Manchmal lassen sich bei einer Wurzelbehandlung Perforationen der Wurzelspitze nicht schließen. Auch dann ist die WSR des Zahnes eine Behandlungsmöglichkeit. Weitere Anwendungsgebiete einer Wurzelspitzenresektion sind die folgenden:

  • Die Wurzel ist anormal verkrümmt
  • Es liegen Zahnverletzungen wie Wurzelfrakturen vor
  • Es ist ein Tumorverdacht gegeben
  • Zysten
  • Komplikationen während einer Wurzelkanalbehandlung
  • Wurzelkanalinstrumente sind abgebrochen
  • Die Wurzelfüllung wurde zu stark zusammengepresst

Warum kann die Wurzelspitze Probleme bereiten?

Die Ursache für Entzündungen in der Wurzelspitze liegt meist im beschädigten Zahnschmelz. Dadurch können Bakterien über das Zahnmark bis zur Zahnwurzel gelangen und hier Entzündungen hervorrufen. Durch die Entzündung der Wurzelspitze dehnen sich Gefäße aus, die dann auf den Nerv drücken, Schmerzen verursachen und eine Wurzelspitzenresektion erforderlich machen.

Wird eine solche Entzündung nicht behandelt, kann sie sich weiter ausbreiten. Aus diesem Grund sollte der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt selbstverständlich sein. Bei vielen Zahnzusatz­versicherungen gehört eine professionelle Zahnreinigung zum Leistungsumfang. Diese kann Schäden am Zahnschmelz und daraus resultierenden Beschwerden vorbeugen.

Wie verläuft eine Wurzelspitzenresektion?

Der Eingriff erfolgt bei örtlicher Betäubung. In Ausnahmefällen wird eine Wurzelspitzenresektion unter Vollnarkose durchgeführt. Bevor der Eingriff beginnt, fertigt der Arzt ein Röntgenbild an, um den Entzündungsherd zu lokalisieren.

Nach der Betäubung wird der Knochen freigelegt und Zahnfleisch sowie Knochenhaut durchtrennt. Nun erfolgt die Entfernung des Knoches bzw. die Kürzung der Wurzelspitze bis die Ausläufer des Wurzelkanals vollständig entfernt sind. Im Anschluss wird der Wurzelkanal desinfiziert und getrocknet. Eine anschließende Füllung verschließt den Wurzelkanal. Der Eingriff dauert meist nicht länger als 30 Minuten. Die Heilungsdauer der Wurzelspitzenresektion beträgt etwa 7 bis 10 Tage. Dann können die Fäden gezogen werden.

Was gibt es nach der Wurzelspitzenresektion zu beachten?

Nach dem Eingriff sollte so lange nicht gegessen werden, wie die Betäubung noch spürbar ist. Zudem sollten Patienten direkt nach der WSR nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Auch ist es ratsam etwa 24 Stunden auf Kaffee, schwarzen Tee und Zigaretten zu verzichten. Kühlen und die vom Arzt verschriebenen Mittel wirken Schmerzen nach der Wurzelspitzenresektion entgegen. Mit einer guten Mundhygiene kann der Heilungsprozess unterstützt werden.

Welche Vor- und Nachteile bringt eine Wurzelspitzenresektion mit sich?

Risiken einer WSR:

  • Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Blutungen, Schwellungen und Infektionen
  • Beschädigung benachbarter Zähne
  • Nervenschädigungen

Vorteile einer WSR:

  • Erhalt des Zahns
  • das angegriffene Gewebe lässt sich besonders schnell entfernen
  • sehr guten Erfolgsaussichten

Langjährige Erfahrungen mit Wurzelspitzenresektionen zeigen aber auch, dass bei dem Eingriff angegriffenes Gewebe besonders schnell entfernt werden kann. Zudem wird durch die Schließung des Wurzelkanals das Risiko einer erneuten Entzündung deutlich gesenkt.

Übernimmt die Krankenkassen die Kosten der Wurzelspitzenresektion?

Sind Zähne im Front- oder Seitenbereich von der Wurzelspitzenresektion betroffen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten. Anders verhält es sich, wenn es sich um einen hinteren Zahn handelt. Hier übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten nur, wenn in der Zahnreihe bisher keine Lücken vorhanden sind oder der Eingriff verhindert, dass die Zahnreihe nur auf einer Seite verkürzt wird. Auch wenn bereits vorhandener Zahnersatz durch den Eingriff erhalten werden kann, übernimmt die gesetzliche Krankenkassen die Kosten.

Um sich vor hohen Behandlungskosten einer Wurzelspitzenresektion zu schützen, können Sie mit einer Zahnzusatz­versicherung absichern, die einspringt, wenn der Eingriff von der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse nicht bewilligt wird.

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