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15. Juni 2021

Schnarchschienen gegen ein weit verbreitetes Problem

Junges Pärchen im gemeinsamen Bett, junge Frau kann aufgrund des Schnarchens ihres Partners nicht schlafen und hält sich ein Kissen an die Ohren

Wenn die Nachtruhe durch ein beständiges Schnorcheln, Knattern oder Knarren mit einer Lautstärke von bis zu 90 Dezibel gestört wird, kann dies zu einem echten Problem werden. Nicht nur die Partnerin oder der Partner leiden unter der Geräuschbelastung, sondern auch der oder die Schnarchende selbst kann mit den gesundheitlichen Folgen des Schnarchens zu kämpfen haben. Schätzungen zufolge schnarchen bis zu 40 % der Bevölkerung in den Industrienationen. Doch was sind eigentlich die Gründe fürs Schnarchen und können sogenannte Schnarchschienen Abhilfe schaffen?

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Was ist Schnarchen überhaupt?

Schnarchen ist ein rein mechanischer Vorgang, dem man mit einem mechanischen Hilfsmittel wie einer Schnarchschiene entgegenwirken kann. Beim Schlafen entspannen die Muskeln im schlauchförmigen Rachen. Das Gewebe wird weich und schlaff, sodass Gaumensegel, Rachenzäpfchen und Zungengrund nach hinten absinken. Durch dieses Absinken wird der Atemweg eingeengt und die Luft strömt schneller durch die verengte Öffnung. Der Luftstrom sorgt dafür, dass die Weichteile im Rachenbereich in Schwingungen geraten, sodass ein Geräusch entsteht. Besonders häufig tritt das Schnarchen in Rückenlage auf, weil hier die Zunge nach hinten rutscht und somit die Atemwege einengt.

Arten von Schnarchen

Das normale, sogenannte „primäre“ Schnarchen ist keine Krankheit. Erst wenn es zu einem Verschluss der Atemwege und einem Atemstillstand kommt, wird Schnarchen gefährlich. Mediziner unterscheiden hierbei zwischen folgenden Varianten:

  • obstruktive Apnoe (kompletter Verschluss)
  • zentrale Apnoe (Aussetzen des zentralen Atemreflexes)
  • Hypopnoe (Reduktion des Atemflusses um 50 %)

Eine Anti-Schnarchschiene, in Fachkreisen auch Protrusionsschiene genannt, wird über Nacht getragen und soll der Verengung des Rachenbereiches vorbeugen.

Was ist eine Schnarchschiene und wie wirkt sie?

Eine Schnarchschiene ist ein mechanisches Hilfsmittel, welches verhindert, dass der Unterkiefer im Schlaf nach hinten absinkt und so die Luftzufuhr behindert. Besonders großen Erfolg versprechen solche Schiene gegen das Schnarchen bei leichter bis mittelgradiger Schlafapnoe.

Schnarchschienen werden vom Zahnarzt angepasst. Anhand eines Abdrucks des Ober- und Unterkiefers werden zwei passgenaue Schienen im Dentallabor gefertigt. Diese sind über zwei seitliche Stege miteinander verbunden und verhindern ein Zurückfallen des Kiefers. Unterkieferprotrusionsschienen schieben den Unterkiefer leicht nach vorne (lat. „protrusio“ = „vorschieben“), sodass die Atemwege offenbleiben. Abstand und Position des Kiefers können individuell angepasst werden.

Warum ist eine Anti-Schnarchschiene sinnvoll?

Untersuchungen belegen, dass eine Zahnschiene gegen Schnarchen bei 90 % der Patienten das Schnarchen reduziert und so eine gefährliche Schlafapnoe verhindert. Atemaussetzer beim Schlafen sind aus verschiedenen Gründen gefährlich.

Wenn die Atmung aussetzt, sinkt der CO2-Gehalt im Blut und dem Körper fehlt es an Sauerstoff. Das Gehirn reagiert darauf mit einer Weckreaktion, sodass dem Körper wichtige Tiefschlaf- und Traumphasen fehlen. Als Folge fühlen sich Betroffene oft erschöpft und sind weniger leistungsfähig. Zudem erhöht eine Apnoe das Risiko für Herzrhythmusstörungen, erhöhten Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle.

Welche Kosten verursacht eine Schnarchschiene?

Zahnschienen gegen Schnarchen kosten zwischen 400 und 700 Euro und sind somit günstiger als die medizinische Alternative: die sogenannte CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Hierbei werden Patienten mit einem Beatmungsgerät und einer Nasenmaske mit Sauerstoff versorgt.

Die Schiene gegen Schnarchen erfordert eine kurze Eingewöhnungszeit und wird dann aber meist ohne Probleme die ganze Nacht über getragen. Der Tragekomfort trägt zu einer hohen Erfolgsquote von etwa 90 % bei.

Die Kosten einer Protrusionsschiene werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Sollte eine Schnarchschiene nicht zur Kassenleistung Ihrer Krankenkasse gehören, empfehlen wir eine private Zahnzusatz­versicherung. Diese übernimmt bei Bedarf die Kosten.

 

Hilft eine Schnarchschiene bei allen Ursachen fürs Schnarchen?

Für eine erfolgreiche Behandlung sollten Patienten nicht zu stark übergewichtig sein. Auch bei einer Kiefergelenksarthropathie oder einer fortgeschrittenen Parodontose ist von einer Schnarchschiene abzuraten. Grundsätzlich sollten die Ursachen fürs Schnarchen diagnostiziert und behandelt werden. Zu den häufigsten Gründen zählen:

  • Anatomische Eigenarten (schmale Atemwege, Form von Nase und Kiefer sowie Größe der Zunge und des Rachenzäpfchens)
  • Geschwollene Schleimhäute bei Erkältungen, Übergewicht oder Schwangerschaft
  • Alkohol oder bestimmte Medikamente
  • Zahnfehlstellungen
  • Gaumenspalte

Mit einer Schnarchschiene unterstützten Krankenkassen zwar den gesunden Schlaf. Soweit es möglich ist, sollten parallel aber die zu Grunde liegenden Ursachen behandelt werden, sonst sind Patienten ihr Leben lang auf eine Anti-Schnarchschiene angewiesen.

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