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16. Februar 2022

Akupunktur gegen Zahnschmerzen

Akupunktur-Zahnschmerzen

Die Akupunktur geht auf die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zurück und wird in Deutschland als ergänzende oder alternative Heilmethode bei verschiedenen Erkrankungen oder Beschwerden angewandt. Auch in der Zahnmedizin ist Akupunktur ein Thema, denn das Verfahren gilt als sehr schonend und führt bei korrekter Anwendung kaum zu Nebenwirkungen.

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Zwar erleben Kaugummis mit Xylit, Zahnpasta mit Xylitol oder andere Produkte zur Pflege der Zähne mit Xylit gerade einen großen Boom. Tatsächlich wurde das Süßungsmittel aber schon 1891 entdeckt. Seit 1960 wird es als Alternative zu Haushaltszucker in Lebensmitteln eingesetzt. Heute gilt Xylit in Kaugummis, aber auch beim Kochen oder Backen, als zahnfreundliches Süßungsmittel. Ist dem jedoch wirklich so? Und schützt Xylit den Zahn sogar vor Karies?

Was ist Aktupunktur und warum hilft sie bei Zahnschmerzen?

Akupunktur als Heilmethode ist bereits mehr als 4.000 Jahre bekannt. Das Prinzip beruht auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Körpers. Die Zähne werden dabei als ein Bestandteil angesehen, die in Wechselwirkungen mit dem gesamten menschlichen Organismus stehen. Bei Beschwerden sind laut der Traditionellen Chinesischen Medizin die Energiebahnen, die den ganzen Körper durchlaufen, gestört. Insgesamt gibt es im Körper 12 Hauptenergiebahnen, auch Meridiane genannt.

Über die Stimulierung der Akupunkturpunkte, die auf den Meridianen liegen, sollen die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. So kann die Lebensenergie, das sogenannte Qi, wieder fließen.
Gerade bei Zahnschmerzen soll Akupunktur schnelle Linderung verschaffen. Grundsätzlich wird die Akupunktur in der Zahnmedizin, aber auch für andere Bereiche angewandt.

Anwendungsgebiete der Akupunktur in der Zahnmedizin

Das Behandlungsspektrum der Akupunktur in der Zahnmedizin ist groß. Dem ganzheitlichen Prinzip der TCM entsprechend werden bei Beschwerden sowohl der einzelne Zahn betrachtet als auch die damit verbundenen Organe untersucht. Der erkrankte Zahn kann als eine Art Wegweiser interpretiert werden, der auf ein Problem im Körper hindeutet, das sich bisher noch nicht durch Symptome geäußert hat.

Besonders bewährt hat sich die Akupunktur bei unerklärlichen Zahnschmerzen, immer wiederkehrenden Beschwerden oder Zähnen, die insgesamt sehr anfällig sind. Laut der TCM steht der Mundbereich vor allem im Zusammenhang mit dem Magen und Dickdarm, den Nieren, der Milz und der Leber.

Grundsätzlich kommt die Akupunktur vor allem bei folgenden Bereichen zum Einsatz:

  • Schmerzende Zähne oder Kieferbeschwerden
  • Zur Unterstützung der Wundheilung
  • Vorbeugend gegen Entzündungen
  • Beim Zähneknirschen
  • Bei der Extraktion eines Zahnes
  • Zur Linderung des Würgereizes bei einer Behandlung
  • Zur Beruhigung von Angstpatienten

Getreu des ganzheitlichen Ansatzes ist die Therapie zum Beispiel einer Karieserkrankung nicht mit der Behandlung der Beschwerden abgeschlossen. Neben einer intensiven Prophylaxe wird ein in Akupunktur geschulter Zahnarzt immer auch bezüglich der passenden Ernährung beraten.

Wie sieht die Behandlung von Zahnschmerzen bei Akupunktur aus?

Zunächst einmal werden die sogenannten Reaktionspunkte ausfindig gemacht. Diese reagieren nur mit einem Schmerzempfinden oder Unwohlsein, wenn das zugehörige Organ eine Störung aufweist. Folgend kommen dünne, rund 15 mm lange, meist silikonisierte Stahlnadeln zum Einsatz, um die Reaktionspunkte zu stimulieren. Der Einstich ist schmerzarm und oftmals kaum merkbar. Im Anschluss fühlen Patienten häufig ein diffuses Kribbeln im Bereich der Nadelspitze oder im Meridianenverlauf.

Alternativ können auch Akupunkturstifte verwendet werden, die mithilfe elektrischer Impulse relevante Punkte behandeln. Zudem gibt es die sogenannte Akupressur, die ebenfalls aus der TCM stammt, aber ohne Nadeln auskommt. Hierbei werden die Reaktionspunkte mit dem Finger oder kleinen Kugelpflastern stimuliert. Der Vorteil hierbei: Die Patienten können die Akupressur selbst erlernen und jederzeit bei Bedarf anwenden.

Was sind klassische Akupunkturpunkte bei Zahnschmerzen?

Für die Behandlung von Zahnschmerzen mit Akupunktur eignet sich vor allem der Dickdarm-Meridian. Dieser enthält Akupunkturpunkte, die bei Zahnschmerzen für Linderung sorgen können. Der Dickdarm-Meridian entspringt der Spitze des Zeigefingers und läuft bis zum höchsten Punkt in der Schulter. Grundsätzlich sollte eine Akupunktur bei Zahnschmerzen nur von entsprechend geschulten Medizinern vorgenommen werden. In Deutschland dürfen Heilpraktiker und Ärzte nur mit entsprechender Zusatzausbildung eine Behandlung durchführen.

Welche Vorteile bietet die Akupunktur bei Zahnschmerzen

Die Akupunktur in der Zahnmedizin hat den großen Vorteil, dass kaum mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Da die alternative Heilmethode keine Medikamentengabe erfordert, sind ungewünschte Nebenwirkungen äußerst selten. Zudem ist das Verfahren relativ schmerzarm und es kann ein schneller Wirkungseintritt erzielt werden. Insbesondere bei der Ohrakupunktur ist mit einer zeitnahen Linderung der Beschwerden zu rechnen.

Kosten für eine Behandlung mit Akupunktur beim Zahnarzt

Inzwischen übernehmen einige gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung mit Akupunktur. Die Kostenübernahme ist aber meist auf Beschwerden in der Lendenwirbelsäule oder im Kniegelenk beschränkt. Gute private Zahnzusatzversicherungen leisten auch bei einer Zahnbehandlung, die von Akupunktur begleitet wird. Dies scheint auch die effektivste Behandlungsform zu sein: die Unterstützung einer klassischen zahnärztlichen Behandlung mit alternativen Behandlungsformen wie der Akupunktur.

Frank Sander

Frank Sander ist Geschäftsführer der testsiegertarife Service GmbH. Seine langjährige Erfahrung bietet ihm fundiertes Wissen über die Welt der Tarife für Zahnzusatzversicherungen. Seine Expertise gibt er in diesem Blog gerne an Sie weiter.

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